Mitglieder des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises informieren sich über E-Health-Gesetz und Vernetzung im Gesundheitswesen MicroNova AG stellt GPA-Mitgliedern Vernetzungslösung zum Informationsaustausch im Gesundheitswesen vor / Diskussion zum Entwurf des neuen E-Health-Gesetzes

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Vierkirchen bei München, 29. Juli 2015: Mitglieder des Gesundheitspolitischen Arbeits­kreises (GPA) der CSU, Kreisverband Pfaffenhofen und Bezirksverband Oberbayern, statteten vor kurzem der MicroNova AG in Vierkirchen im Landkreis Dachau einen Informationsbesuch ab. Schwerpunkte waren der Informationsaustausch im Gesundheitswesen, die vorhandende Vernetzungslösung des Unternehmens sowie deren Möglichkeiten vor dem Hintergrund des kommenden E-Health-Gesetzes.

Vorstandsvorsitzender Josef W. Karl konnte als Gäste unter anderem MdL Bernhard Seidenath aus Dachau, Stellvertretender Vorsitzender des Landtagsausschusses für Gesundheit und Pflege und GPA-Bezirksvorsitzender, Erika Görlitz, ehemalige Staats­sekretärin und stellvertretende Vorsitzende des GPA-Kreisverbands Pfaffenhofen, sowie Mitglieder der Seniorenunion Pfaffenhofen, Vertreter der Ilmtalklinik Pfaffenhofen und Wolfgang Nopper, Ressortdirektor der AOK Bayern und Vorstandsvorsitzender des BAYMATIC e. V. begrüßen. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich über die E-Health-Angebote von MicroNova zu informieren; Wolfgang Nopper stellte zudem die zukünftigen Änderungen durch das E-Health-Gesetz vor.

Erfolgreiche Piloten könnten als Vorbild für Bayern dienen
Die von MicroNova entwickelte Vernetzungslösung sowie der dazu­gehörige Netz­medikamenten­plan ermöglichen dank einer patentgeschützten Schnittstellentechnologie erstmals den direkten, sicheren, herstellerunabhängigen und sektorenübergreifenden Austausch medizinischer Informationen. Bisher war dies in der Regel nur möglich, wenn Ärzte die Daten der Patienten in ihre Praxisverwaltungssoftware doppelt eingegeben hatten. Mit der Lösung von MicroNova können vorhandene Systeme meist ohne Einschränkung oder Zusatzaufwand auch mit Vernetzung und Netzmedikamenten­plan weiter genutzt werden.

Neben einer Sicherung der Versorgungsqualität und einer Effizienzsteigerung könnten durch diesen Informationsaustausch laut einer von MicroNova zitierten Studie mehrere tausend Leben gerettet werden: Jedes Jahr sterben demnach in Deutschland mehr Menschen an Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten als im Straßenverkehr. Ärzte haben ohne die elektronische Vernetzung zu oft eine unzureichende Aktenlage über die von ihren Kollegen verschriebenen Medikamente.

Insbesondere verwies das Unternehmen auf ein derzeit laufendes Pilotprojekt in Heilbronn, das der MEDI Baden-Württemberg, die Landesorganisation einer bundesweit tätigen Gemeinschaft von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten, gemeinsam mit der AOK Baden-Württemberg und der AUDI BKK initiiert hat. Ziel ist es, eine flächendeckende Vernetzung von Haus- und Fachärzten in Baden-Württemberg durchzuführen. Die Krankenkassen versprechen sich durch die Vernetzung eine bessere Kommunikation zwischen den Praxen und eine besser strukturierte und effektivere Behandlung. „Ärzte mit Vernetzung haben geringere Kosten und gesündere Patienten,“ lautete denn auch eine Aussage von Wolfgang Nopper. In Bayern gebe es mehr als 10 Arztnetze, die ebenfalls von der AOK unterstützt werden.

Verlässliche Gesetzesgrundlage als Unterbau für Initiativen
Neben einer finanziellen Unterstützung durch die Kassen in diesem konkreten Projekt sei bei solchen Vorhaben vor allem die Akzeptanz der Ärzte von entscheidender Bedeutung – ein Punkt, den auch Wolfgang Nopper betonte. MicroNova-Mitarbeiter und Nopper gaben daher an MdL Bernhard Seidenath einige Empfehlungen zum E-Health-Gesetz, das 2016 in Kraft treten soll. Hauptziel dieses Gesetzes ist die Etablierung der Telematikinfrastruktur, die Basis der Kommunikation zwischen den Partnern des Gesundheitswesens sein soll; dazu zählt etwa die automatisierte und regelbasierte Erstellung elektronischer Entlassbriefe in Krankenhäusern und deren automatische Übernahme in die IT-Systeme in den Arztpraxen, die die Patienten weiter behandeln – technisch sei das ohne Weiteres möglich. Generell soll der Informationsaustausch etwa über elektronische Briefe oder Vernetzung gefördert werden. Auch die gesetzliche Einführung eines flächendeckend einheitlichen Netzmedikamentenplans zählt zu den Vorschlägen des Unternehmens – so ließe sich die dargestellte Problematik mit Wechselwirkungen bei der Verschreibung von Medikamenten vermeiden.

Die Runde stellte auch fest, dass Projekte wie das in Baden-Württemberg für Bayern Vorbildcharakter haben könnten, was den Strukturwandel im Gesundheitswesen angeht. Eine durch das E-Health-Gesetz unterstützte gezielte Förderung von IT-Infrastruktur­vernetzungs­projekten auf Länderebene wäre daher wünschenswert, so die einhellige Meinung. Karl machte unmissverständlich klar, dass MicroNova nur die Werkzeuge zur Verfügung stellen kann – Einsatz und Nutzung müssten gewollt sein und unterstützt werden.

Über den Entwurf des E-Health-Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen

Mit dem E-Health-Gesetz will die Bundesregierung die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen vorantreiben. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien haben ein großes Potenzial zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung. Sie können zudem einen wichtigen Beitrag leisten, um die Herausforderungen, die durch die demographische Entwicklung und die Versorgungssituation im ländlichen Raum bestehen, besser zu bewältigen. Neue Versorgungsformen können damit besser unterstützt werden. Um die Chancen moderner IT-Technologien in der täglichen Versorgung effektiv zu nutzen, ist eine Infrastruktur erforderlich, die die Beteiligten in der Gesundheitsversorgung so miteinander verbindet, dass sie sicher und schnell miteinander kommunizieren können. Patienten sollen zudem in die Lage versetzt werden, ihren Behandlern wichtige Gesundheitsdaten verfügbar zu machen. Der Datenschutz hat dabei höchste Priorität und wird durch rechtliche und technische Maßnahmen sichergestellt.

Über Baymatik

Seit Vertragsunterzeichnung mit der gematik am 21. März 2006 laufen bei der Baymatik – Bayerische Modelregion Telematik – die Vorbereitungen zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in der Modellregion Ingolstadt. Das Projektbüro der Baymatik e. V. mit Sitz in Ingolstadt ist nicht nur Leitstelle des Projekts, sondern auch Ansprechstelle für Zielgruppen, Öffentlichkeit, Medien etc. und stellt das Koordinationszentrum zwischen der gematik und der Testregion dar. Durch das Projektbüro soll gewährleistet werden, dass entsprechende Kenntnisse und Ergebnisse unter den Projektbeteiligten ausgetauscht werden. Es ist die regionale Steuerungszentrale zur Durchführung der Tests.

Über MicroNova

MicroNova ist seit 1987 als Software- und Systemhaus aktiv und bietet Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in vier Geschäftsfeldern: Digitalisierung im Gesundheitswesen, „Testing“ von Automotive-Elektronik und Management von Mobilfunk- & Kommunikationsnetzen sowie die Distribution der IT-Management-Lösungen von ManageEngine. 250 Experten arbeiten mit Technologiekompetenz und Leidenschaft am Hauptsitz in Vierkirchen bei München sowie an acht weiteren Standorten in Deutschland und Tschechien. Zahlreiche Kunden wie Audi, AXA, BMW, Continental, MEDIVERBUND, Regionales Gesundheitsnetz Leverkusen, Siemens, Telefónica Germany, Vodafone oder Volkswagen vertrauen auf die Expertise von MicroNova.

www.micronova.de | www.manageengine.de | www.novacarts.de | www.exam-ta.de

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