Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml nimmt Vernetzungsprojekte im Gesundheitswesen in Augenschein Im Fokus: Ärztenetze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

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Vierkirchen bei München, 9. November 2016: Je umfassender der Austausch medizinischer Informationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern etc. erfolgen kann, desto größer sind die positiven Effekte für alle Beteiligten; daher ist der Ausbau einer praxis- und sektorenübergreifenden Vernetzung ganz im Sinne von Patienten, Ärzten und Kassen. Über entsprechende Projekte und Lösungen hat sich Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Anfang November 2016 im Rahmen eines Expertengesprächs beim Software-Hersteller MicroNova AG informiert.

Vorgestellt wurde unter anderem ein entsprechendes Projekt des „MEDIVERBUND Heilbronn”. Über 100 Haus- und Fachärzte setzen dort bereits seit 2015 die von MicroNova entwickelte Vernetzungslösung „ViViAN“ ein. Das zweite erörterte Projekt ist in Nordrhein-Westfalen beheimatet: In Westfalen-Lippe liefen zum Zeitpunkt des Termins die letzten Arbeiten an der Vernetzung von über 350 Arztpraxen.

Da die erwähnten Referenzprojekte außerhalb Bayerns liegen, hat die Staatsministerin eine Empfehlungsliste in Empfang genommen, wie sich die Vorteile der Vernetzung auch im und für den Freistaat und seine Einwohner verstärkt nutzen ließen. Denn dass sich bayerische Ärzte und Patienten vom so möglichen Informationsplus begeistern lassen, zeigt ein entsprechendes – jedoch vom Umfang her deutlich kleineres – Projekt in Rosenheim: Dort tauschen die angeschlossenen Ärzte seit November 2015 erfolgreich Befunde, Diagnosen, Labordaten sowie Informationen zu Rezepten über ViViAN direkt aus der vorhandenen Praxis-Software mit ihren „Netz-Kollegen“ aus.

„Ich bin davon überzeugt, dass die modernen technischen Möglichkeiten uns dabei unterstützen können, den Bürgerinnen und Bürgern eine hochwertige Gesundheitsversorgung in allen Landesteilen anzubieten", betonte Ministerin Huml. „Es ist daher unser festes Ziel, die Digitalisierung und Vernetzung in der Versorgung zum Wohle der Patienten voranzutreiben.“

Direkter Datenaustausch zwischen Praxen als Sicherheitsgarant

Neben den Projekten hatte e-Health-Experte Daniel Jozic vom Gastgeber MicroNova die verwendete technische Lösung vorgestellt, die bereits zahlreiche Elemente des Anfang des Jahres in Kraft getretenen E-Health-Gesetzes berücksichtigt. Besonderes Merkmal ist der direkte Austausch medizinischer Informationen – etwa Befunde, Diagnosen oder Labordaten – zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ohne zwischengelagerte oder zusätzliche Computersysteme. Dass die Lösung die hohen Anforderungen an Datensicherheit und -schutz in diesem Bereich erfüllt, habe auch die Zertifizierung durch das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) mit dem entsprechenden ULD-Datenschutz-Gütesiegel bestätigt.

„Der direkte Datenaustauch zwischen den verschiedenen Leistungserbringern ist für alle unsere Kunden eines der ausschlaggebenden Kriterien für die Entscheidung zur Vernetzung“, bestätigte auch Dietmar Dunkel, Bereichsleiter e-Health bei MicroNova. „Mit ViViAN stehen die Informationen in Echtzeit dort zur Verfügung, wo sie wirklich gebraucht werden: in den Praxen und Einrichtungen, die an der Behandlung des Patienten beteiligt sind. So lassen sich unnötige Mehrfachuntersuchungen vermeiden, Arzneimittel besser aufeinander abstimmen und die gemeinsame Behandlung der Patienten deutlich effizienter koordinieren. Davon profitieren nicht nur die Ärzte und Einrichtungen, sondern auch Patienten.“

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Über MicroNova

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